Die Herausforderung

Die Familienphase wird zunehmend zur „Hochleistungsphase“. Beide Elternteile müssen die Paarbeziehung gestalten, ihre Kinder versorgen und erziehen, eine berufliche Position aufbauen, die materielle Existenz sichern und nahe Angehörige pflegen. Auf dem Arbeitsmarkt sind zeitliche Verfügbarkeit, Mobilität und Flexibilität gefordert. Dies steht den Bedürfnissen von Familien und der Sorge für Kinder oft diametral entgegen. Familien brauchen Zeit füreinander, sie brauchen Beständigkeit und Verlässlichkeit.

Die Eltern sind gemäß Art. 6 Grundgesetz vorrangig verantwortlich für die Pflege und Erziehung der Kinder. Gleichwohl muss eine „‘gute‘ Kultur des Aufwachsens zu schaffen, eine öffentliche Aufgabe sein, bei der sich alle gesellschaftlichen Kräfte und Systeme als Verantwortungsgemeinschaft für das Aufwachsen von Kindern und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen für alle Familienmitglieder verstehen“. Eltern brauchen ein wohnortnahes gebündeltes Angebot, damit sie ihrem Erziehungsauftrag gerecht werden können und „Familie leben“ besser gelingt. Ein Angebot, das gut zu erreichen ist, vertraut ist und die Bereitschaft fördert, sich bei Bedarf professionelle Unterstützung unterschiedlichster Art zu holen. Sie brauchen ein Zentrum, das Bildung, Beratung, Erziehung und Betreuung der Kinder sowie Begegnung miteinander verknüpft.